Biografie
Der gebürtige Australier spielt seit seinem neunten Lebensjahr Blechblasinstrumente – zunächst Tenorhorn, später Eufonium und Posaune. Mit 18 Jahren wechselte er zum Waldhorn und wurde nach nur fünf Jahren beim Berliner Philharmonischen Orchester engagiert. Es folgten weitere Engagements beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie beim Australian Chamber Orchestra. Seit nunmehr 21 Jahren ist er Erster Hornist der Wiener Symphoniker. Dieselbe Position bekleidet er beim Concentus Musicus Wien.
McDonalds solistische Auftritte führten ihn schon sehr früh zu den führenden Orchestern in Europa und Übersee, wobei er einer der wenigen Hornisten weltweit ist, der auf nahezu allen Typen der Horn-Familie (Barockhorn, klassisches- oder Naturhorn, Wiener F-Horn und modernes Doppelhorn) als Solist auftritt. McDonald arbeitete mit bedeutenden Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Georges Prêtre, Vaclav Neumann, Rafael Frühbeck de Burgos, Zdeněk Mácal, Marc Minkowski, David Zinmann, Sir Charles Mackerras, Leopold Hager, Jukka Pekka Saraste, Vladimir Fedosejev, Philippe Herreweghe, Marc Soustrot und Pinchas Steinberg zusammen. Seine Diskografie umfasst zahlreiche solistische und kammermusikalische Werke, u.a. das Concertino e-moll für Horn und Orchester von Carl Maria von Weber, die Sinfonia Concertante von Wolfgang Amadeus Mozart (rekonstruiert von Robert Levin) auf dem Naturhorn sowie Konzerte von Haydn, Telemann, Förster und Teyber.
Darüber hinaus ist Hector McDonald Professor für Horn an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Absolventen seiner Klasse befinden sich in führenden Orchestern Europas und Australiens. Aufgrund seiner außerordentlichen bläserischen Qualitäten auf dem Barock-Horn bis hin zum Doppelhorn und seiner reichen langjährigen Erfahrung als Lehrer ist er weltweit ein gern gesehener Gast bei Blech-Symposien und -Seminaren.